Military zone, ein Abschied, Sonnenuntergänge, grüne Oase und ein Canyon des Schreckens.
Eine selbstgebaute Insel
Auf endlos kurvigen Strassen tuckern wir zurück nach Durrës und erreichen spät abends den Campingplatz. Erst am Morgen können wir sehen, wo wir gelandet sind. Hier bleiben wir einen Tag, geniessen das Nichtstun und genehmigen uns einen Apéro auf der vom Campingplatz-Eigentümer eigenhändig angelegte Badeinsel. Wir planen die kommenden Tage und beschliessen, noch etwas südlicher zu gehen.
Nebel zum Zweiten
Eigentlich wollen wir mit den Bikes einer Landzunge entlang fahren. Vor Ort angekommen sagt man uns in knappen Worten: “no entry, military zone”. Also kehren wir um und wandern los in Richtung …Nebel. Viel mehr ist zu Beginn nicht zu sehen. Vom Punkt aus, wovon man eigentlich einen wunderschönen Blick über das Meer haben sollte, sehen wir - nichts. Wir beissen auf die Zähne, wandern weiter und werden mit einer grünen Oasen belohnt!
Küstenwanderung an der albanischen Riviera
Wir treffen Eveline und Jan erneut für eine Küstenwanderung. Der Frust ist bei uns allen gross, als wir einmal mehr vom schlechten Wetter und ganz viel Regen überrascht werden. Umso grösser ist die Freude, als wir ganz alleine am Sant Andreas Bay ankommen, der Himmel aufreisst und wir zu viert im warmen Meer baden. Ein Schlemmer-Zmittag mit Bündner-Gratin vom Vorabend, albanischem Lunch, Kaffe und Grappa lassen uns die nassen Stunden von heute Morgen schnell wieder vergessen.
Nach einem Apéro am Strand verabschieden wir uns ein letztes Mal von meinen Eltern und lassen den Abend an diesem wunderbaren Ort hier ausklingen.
Der Canyon des Schreckens
Tags darauf geht’s über die Grenze nach Griechenland. Auf dem Weg dorthin machen wir einen kurzen Halt und wandern an einen Strand hinuntern um von da aus in einem Canyon dem Flussbett entlang wieder hochzukraxeln. So der Plan. Aus zwei werden vier Stunden und aus Kraxeln wird Klettern. Der viele Regen hat die 4-5 Meter hohen Absätze nur schwer erklimmbar gemacht und gegen Ende fehlen die in der Beschreibung angegebenen Seile gänzlich. Dank Marius schaffen wir es, uns über die Seite des Canyons wieder aus der Schlucht zu befreien. Pitschnass und mit einigen Kratzern versehen kommen wir wieder beim Charrli an und trinken als erstes einen grossen Schluck Grappa.